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Casinoreisen gegen Wirtschaftskrise

Macau gilt seit der Liberalisierung der Gesetze als eines der größten Glücksspiel-Paradiese der Welt.


Da auch die chinesische Stadt von der Weltwirtschaftskrise betroffen ist, will man dem nun mit Casinoreisen entgegenwirken.

Erst letztes Jahr im Herbst wurde der Macau-Boom von der chinesischen Regierung gebremst. Bis 1999 war Macau unter portugiesischer Herrschaft, dann wurde es an China zurückgegeben. Die Volksrepublik China witterte mit der Möglichkeit von Sonderregelungen im Bezug auf Glücksspiel einen neuen Markt – Macau wurde zum zentralen Knotenpunkt für Glücksspiel und hat mittlerweile auch Las Vegas überholt. Das Pro-Kopf Einkommen rangiert derzeit um die$ 40.000,-, kein Wunder, dass nicht nur vermehrt Touristen, sondern auch Chinesen in die Stadt einwanderten. Diese Einschränkung dürfte China nicht leicht gefallen sein, machen doch die Einnahmen der Casinos ein hohes Maß der Staatseinnahmen aus.

Die Behörden wollten dem Hype entgegenwirken, zu schnell sei ihnen das Wachstum und zu unkontrollierbar. Daher wurde die Einreise für Chinesen in Macau beschränkt – Besuche ja, aber nicht zu viel und häufig. Dann stand auch noch der Verdacht der Geldwäsche im Raum, man befürchtete, dass man sich den Boom zu Nutze machen würde um Geld aus dem Ausland zu waschen.

Jetzt will man den Spieß anscheinend aber wieder umkehren und die Einreisebeschränkungen lockern. Damit rechnet zumindest Lawrence Ho, Sohn der Casino Legende Stanley Ho und Chef des Melco Crown Casinos. Gegenüber der Financial Times begründet er dies mit der schlechten Wirtschaft. Denn die Spieleinnahmen in Macau sind rückläufig – auch hier wirkt sich die Wirtschaftskrise bereits aus.

Damit das Geschäft wieder blüht wäre eine Aufhebung oder zumindest eine Lockerung, der letztes Jahr verhängten Einreisebestimmungen, begrüßenswert. Warum Ho das vermutet? Im Sommer tritt Edmund Ho ab und ein neuer Regierungschef wird in Macau das Kommando übernehmen. Ho meint in der Financial Times dazu: „ Immer wenn Hongkong oder Macau einen neuen Regierungschef oder eine neue Regierung bekommt, will China Starthilfe geben. Das hat die Vergangenheit gezeigt".